Allgemeine Informationen zum Energieausweis

Seit dem 1.Juli 2008 ist es offiziell: Vermieter und Verkäufer von Immobilen benötigen ein Dokument, welches ein Gebäude energetisch bewertet, den Energieausweis. Dieser soll in Zeiten stetig ansteigender Preise für Strom, Gas und Wasser anzeigen, wie viel Energie ein Haus verbraucht und interessierten Käufern vorab mitteilen, welche Nebenkosten ihn zukünftig erwarten. Immobilienmakler, die Häuser mit niedrigem Energieverbrauch auf dem Markt anbieten, haben es inzwischen einfacher Käufer zu finden, während Eigentümer von Gebäuden mit hohen Nebenkosten zur Sanierung und Modernisierung gezwungen sind, wenn sie ihre Immobilie für einen guten Preis abstoßen wollen. Der Sinn dieser neuen Energiesparverordnung, die eine Richtlinie der Europäischen Union umsetzt, ist also auch durch energieeffizientes Bauen und Sanieren, die Umwelt zu schonen.
Der Energieausweis unterscheidet zwei Varianten. Der Bedarfsausweis, dessen Erstellung je nach Größe des Hauses bis zu 500 Euro kostet, beurteilt das Gebäude detailliert nach verwendeter Anlagentechnik und energetischer Qualität der Dämmung, der Fenster und Türen, des Daches sowie der Fassade. Eine Orientierung an der Heizkostenabrechnung der vergangenen drei Jahre erfolgt bei der Ausstellung des etwa 150 Euro teuren Verbrauchspasses. Das Problem hier ist allerdings, dass hauptsächlich etwas über den Energieverbrauch der Vorbesitzer ausgesagt wird, anstatt über den eigentlichen Energiezustand des Gebäudes.